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25.09.: Eigentlich wollte ich ja endlich mal früher los fahren, damit ich nicht wieder so spät beim Fischerwirt ankomme. Aber es wird wieder erst 10:30 Uhr, als ich endlich losfahre. Das Wetter ist herrlich: sonnig und nicht zu warm. Tolles Fahrwetter. Zunächst geht es über die Autobahn bis Sommerhausen bei Würzburg. Det hat mir versprochen, mir heute endlich mal ein Stück des Weges "Geleitschutz" zu geben. Schade nur, dass er die neue Ducati Monster immer noch nicht geliefert bekommen hat. Sonst hätte er mich bis nach Achenkirch begleitet und die neue Maschine gleich einfahren können. So muss seine KTM dran glauben (zu meinem Glück lässt er den Stinketakter in der Garage) und nach dem obligatorischen Cappuccino macht mir Det den Tourguide. Nach einem Abstecher durch das Taubertal trennen wir uns wieder in Gunzenhausen. Während Det wieder nach Hause muss, fahre ich weiter bis Ingolstadt und von das aus nehme ich wieder die Autobahn bis Holzkirchen. Der verspätete Aufbruch und der "kleine" Umweg (O-Ton Det: "Sind nur 50 km!" 26.09.: Am Morgen ist es noch ziemlich neblig. Es lichtet aber sehr schnell auf und bei der Abfahrt um 09:30 Uhr scheint bereits wieder die Sonne. Über Ellbögen fahren wir zur ersten Kaffeepause nach Matrei am Brenner. Anschließend geht es über Sterzing weiter hoch auf das Penser Joch, wo wir im Alpenrosenhof unsere Mittagspause machen. Die Käse- und Spinatknödel mit geschmolzener Butter und Parmesan sind da einfach zu lecker. Danach durch das Sarntal und - nachdem wir uns unten alle wieder gesammelt haben - hoch auf den Ritten. Über die Brennerstraße und Autobahn ab Innsbruck erreichen wir Achenkirch gegen 18:30 Uhr nach 337 Tageskilometern. 27.09.: Spaghettitag - damit dürfte denjenigen, die die Berichte über meine Alpentouren kennen, klar sein, wohin wir heute fahren! Erste Station ist heute Kühtai. Auf dem Weg hoch nerven ein paar Münchner BMWler. Überholen teilweise erst im Baustellenbereich und kommen dann nicht mehr von der Stelle, als die Strecke ein bisserl kurviger wird. Durch das Ötztal geht es dann weiter und bei Hochgurgl auf das Timmelsjoch. Mittagspause machen wir natürlich im Gasthof Saltnuss im Passeiertal. Falls ich es bisher noch nicht erwähnt habe: Da gibt es die besten Spaghetti Aglio e Olio! Ach, erwähnte ich schon einmal! Runter ins Passeiertal bis St. Leonhard und wieder hoch auf den Jaufenpass zum obligatorischen Espresso. Der Rückweg wird für Manni und Reiner dann etwas teurer. Kurz vor Matrei ziehen sie vor einer Ampel an der Autoschlange vorbei, was der Rennleitung nicht so gut gefällt und von beiden je 32 € einkassiert. Die Aktion kostet Zeit und die Zillertaler Höhenstraße ist damit für heute gestrichen. Also direkt zurück nach Achenkirch, wo wir gegen 17:30 Uhr und nach 334 Tageskilometern ankommen. 28.09.: Für heute ist Regen angekündigt. Wie gut, dass sich die Wetterfrösche irren können. Über Tegernsee und Schliersee fahren wir nach Bayerischzell und Sudelfeld, wo wir am Cafe Kotz Kaffee trinken und einen Happen essen. Danach weiter über Walchsee Richtung Paß Thurn. Am Ortsausgang von Kitzbühel erwischt es heute mich. Obwohl ich weiß, dass SIE bei schönem Wetter immer da stehen und ich sie deshalb auch schon von weitem sehen kann und meine Geschwindigkeit penibel an die 50 km/h Begrenzung anpasse, springt vor mir die örtliche Rennleitung auf die Bahn und winkt mich raus. Angeblich soll ich mit 65 km/h unterwegs gewesen sein und muss 21 € Spende leisten. Einfach lächerlich. Ich lass mich aber auf keine unnötigen Diskussionen ein, bei denen ich im Endeffekt sowieso den Kürzeren ziehe, zahle und hole mir das Geld hoch auf den Paß Thurn wieder rein. Danach geht es über Mittersill zum Gerlos Paß. Im Zillertal trennen wir uns. Für Michael und Sascha, die noch nie auf der Zillertaler Höhenstraße waren, mache ich heute den Tourguide und führe sie hoch auf den Berg. Den Lumpensammlerjob übernimmt Manni. Jupp fährt mit den anderen schon vor nach Achenkirch und bereitet die übliche Letzter-Tag-Moped-Verladeaktion vor. Als wir um 18:00 Uhr nach 300 Tageskilometern ankommen hat er schon einige Maschinen alleine verladen und jetzt müssen "nur" noch die drei Töffs meiner "Berggefährten" auf die Anhänger. 29.09.: Der für gestern angekündigte Regen ist angekommen und das ziemlich deftig. Bei meiner Abfahrt von Achenkirch um 10:30 Uhr hat er zwar wieder ein wenig nachgelassen, aber die Rückfahrt nach Hause wird ein Mix aus strahlendem Sonnenschein und heftigsten Wolkenbrüchen. Dafür ist aber auch die Rückfahrt total staufrei und so komme ich bereits um 18:15 Uhr und nach 689 km letztendlich doch trocken wieder in Höingen an. |